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Die Räuber
von Friedrich Schiller
Mit Texten von Thomas Melle
Ab Klasse 8
In deutscher Sprache mit englischen Übertiteln
Wie fies kann der Mensch sein? Seit seiner Uraufführung 1782 ergründet Schillers Sturm-und-Drang-Drama diese Kernfrage. Das Werk ist nicht nur eine Studie über Radikalisierungsprozesse, sondern auch über den – auch zurzeit häufig missbrauchten – Begriff der Freiheit: Ist Freiheit überhaupt ohne Gerechtigkeit und Gleichheit vorstellbar? Schillers Figuren diagnostizierten darüber hinaus eine unausweichliche Zeitenwende und sollten recht behalten. Während die jüngere Generation ihre Lebensentwürfe in der solidarischen Gemeinschaft revolutionärer Kreise und Aktionen in den Weiten der Wälder auslebt, verschanzt sich die ältere Generation hinter den selbst errichteten Mauern des zu vererbenden Vermögens. Franz Moor, Rationalist und Menschenfeind, versteht es außerordentlich gut, seinen schwachen Vater Maximilian gegen seinen nach humanistischen Idealen strebenden Bruder Karl aufzuhetzen. Das geht so weit, dass der Vater seinen Augapfel Karl enterbt. Karl wird zum Kopf einer Räuberbande, deren Idealismus jedoch im Laufe der Zeit jedes humanistische Maß verliert. Am Ende obsiegt statt der erhofften gesellschaftlichen Veränderung gegenseitiges Misstrauen. Und jene Kräfte gewinnen, die die Spaltung forcieren. Karls „Handwerk ist Widervergeltung“, das heißt, er will die Ungerechtigkeit in der Welt, die ihm widerfahren ist, ausgleichen. Doch zuvor muss er im Privaten damit beginnen: Sein Bruder treibt ein grausames Spiel mit Amalia, jener Frau, die Karl für seine Mission verließ.
von Friedrich Schiller
Mit Texten von Thomas Melle
Ab Klasse 8
In deutscher Sprache mit englischen Übertiteln
Wie fies kann der Mensch sein? Seit seiner Uraufführung 1782 ergründet Schillers Sturm-und-Drang-Drama diese Kernfrage. Das Werk ist nicht nur eine Studie über Radikalisierungsprozesse, sondern auch über den – auch zurzeit häufig missbrauchten – Begriff der Freiheit: Ist Freiheit überhaupt ohne Gerechtigkeit und Gleichheit vorstellbar? Schillers Figuren diagnostizierten darüber hinaus eine unausweichliche Zeitenwende und sollten recht behalten. Während die jüngere Generation ihre Lebensentwürfe in der solidarischen Gemeinschaft revolutionärer Kreise und Aktionen in den Weiten der Wälder auslebt, verschanzt sich die ältere Generation hinter den selbst errichteten Mauern des zu vererbenden Vermögens. Franz Moor, Rationalist und Menschenfeind, versteht es außerordentlich gut, seinen schwachen Vater Maximilian gegen seinen nach humanistischen Idealen strebenden Bruder Karl aufzuhetzen. Das geht so weit, dass der Vater seinen Augapfel Karl enterbt. Karl wird zum Kopf einer Räuberbande, deren Idealismus jedoch im Laufe der Zeit jedes humanistische Maß verliert. Am Ende obsiegt statt der erhofften gesellschaftlichen Veränderung gegenseitiges Misstrauen. Und jene Kräfte gewinnen, die die Spaltung forcieren. Karls „Handwerk ist Widervergeltung“, das heißt, er will die Ungerechtigkeit in der Welt, die ihm widerfahren ist, ausgleichen. Doch zuvor muss er im Privaten damit beginnen: Sein Bruder treibt ein grausames Spiel mit Amalia, jener Frau, die Karl für seine Mission verließ.
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